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2021 - HOFFNUNG - ZUVERSICHT - GEMEINSAMKEIT

Liebe Besucherin, lieber Besucher,

ich wünsche Ihnen ein gesundes und glückliches neues Jahr, mit Zuversicht und Hoffnung. Gemeinsam, mit Rücksicht, Toleranz, Herz und Verstand werden wir das Virus besiegen.


Jeder ist jetzt noch für
sich allein - mit Abstand
eine gute Sache. 

Bald dürfen wir uns wieder
treffen,
zunächst wohl noch so




Und später auch so.
Ich freue mich auf Euch!

(Bilder Peter Banzhaf)







Wildblume des Jahres 2021

 

Großer Wiesenknopf auf einer Streuwiese im Donaumoos

Der Große Wiesenknopf, Sanguisorba officinalis     
 
Der Große Wiesenknopf ist eine stattliche mehrjährige Staude, die sich in feuchten und wechselfeuchten Wiesen wohl fühlt. Jedoch nur
in spät geschnittenen Wiesen. Der Dunkle und der Helle Wiesenknopf-Ameisenbläuling sind ganz eng an diese Pflanzenart angepasst. 

Der Große Wiesenknopf wird mancherorts auch als Blutkraut bezeichnet. Nach der Signaturenlehre der Neuzeit (z.B. Leonhart Fuchs) besteht eine Beziehung der Pflanze zum Blut des Menschen.


Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling auf der Wildpflanze des Jahres 2021



 Vogel des Jahres 2021

Das Rotkehlchen, Erithacus rubecula

Eine gute Wahl des beliebten und in Gärten, Parks und Wäldern noch recht häufig anzutreffenden Rotkehlchens zum Vogel des Jahres 2021. Es ist auch durchaus nicht scheu, ja sogar etwas neugierig  und kann gut beobachtet werden. Seine Rufe und sein gepresster Gesang sind nicht nur im Frühjahr zu hören. Das Rotkehlchen ist ganzjärhig bei uns.

 

 

Schmetterling des Jahres 2021
Brauner Bär, Artia caja

Der Braune Bär ist ein Nachtfalter, der spätabends aktiv wird. Die erwachsenen Falter werden von Lichtquellen wie Straßenlaternen angezogen - eine der Gefährdungsursachen für die Art. Die Falter leben nur rund 10 bis 14 Tage, sie haben keine Fresswerkzeuge und nehmen in ihrem kurzen Leben keine Nahrung auf.
Die Raupen sind im Hinblick auf ihr Nahrungsspektrum anspruchslos und fressen an verschiedenen Kräutern und Sträuchern (z.B. Brennessel, Schlehe, Löwenzahn). Der Braune Bär ist mit seiner Oberflügelmusterung gut getarnt, bei Gefahr schreckt er den Beutegreifer mit dem auffälligen Muster der Unterflügel und kann ein schlecht schmeckendes Wehrsekret absondern. Trotz dieser Schutzeinrichtungen und seinem breiten Nahrungsspektrum der Raupen wird er bei uns immer seltener. Ein Grund ist auch seine Verpuppungsstrategie: im Juni in einem lockeren Gespinst nahe dem Erdboden. Und zu dieser Zeit wird Grünland gemäht und Randbereiche werden oft gemulcht!

Blühstreifen helfen dem Braunen Bär nicht!


Libelle des Jahres 2021

Wanderlibelle, Pantala flavescens

Die Wanderlibelle ist eine tropische Art, die weltweit verbreitet ist. Im Mittelmeergebiet gibt es nur Einzelfunde der feuchtwarm liebenden Art. In Deutschland sind Sichtungen bisher noch sehr selten, aber es gab schon Nachweise der Fortpflanzung in unserem Land. Somit ist sie auch ein Zeiger des Klimawandels und darf in Zukunft bei uns vermutlich häufiger gesichtet werden.

"Die Normalität ist eine gepflastere Straße, man kann gut darauf gehen - doch es wachsen keine Blumen auf ihr."  Vincent van Gogh  

Man muss die Menschen wieder dazu erziehen, dass sie eine Blume schöner finden als Beton"  Konrad Lorenz  


2021 bei mir im Focus bei Führungen und in der praktischen
Naturschutzarbeit, als Sinnbild für eine artenreiche Kulturlandschaft:
DIE WIESENFALTER
 

Dateidownload
Hallo, wir sind die Wiesenfalter
Wiesenfalter.pdf [2.1 MB]

                                                            HALLO,

                                   WIR SIND DIE WIESENFALTER   

 

Wir waren gemein, gewöhnlich, überall, wo es Wiesen gab sehr häufig anzutreffen.

Wir heißen Schornsteinfeger, Schachbrett, Kleines Wiesenvögelchen und Ochsenauge.

Heute gaukeln wir immer noch über die Grünlandflächen. Aber es sind nur noch besondere Wiesen, wo wir uns wohl fühlen und noch in großer Zahl fliegen.
Der Mensch ist eigentlich unser Freund, er nutzt und erhält die Wiese, unseren Lebensraum.  

Eigentlich ist beim Wiesenfalter alles ganz einfach, die Raupe frisst an diversen Gräsern und die fliegenden Insekten saugen Nektar an Wiesenblumen.
Die Entwicklungs-Biologie weist kein besondere Abhängigkeit oder Anpassung an seltene Futterpflanzen auf.
Die Flugzeit ist in der Regel von Juni bis Juli in einer Generation. Nur beim Kleinen Wiesenvögelchen gibt es 2-3 Generationen, die Falter sind dann noch im Sept./Okt.  anzutreffen.
Die Kleine Raupe überwintert auf der Wiese und frisst im Frühjahr weiter.
Im Juni ist 2-3 Wochen Puppen- ruhe. Die Stürzpuppe hängt im unteren Bereich eines Grasbüschels und im Juli schlüpft der Falter um den Kreislauf zu schließen.

In der Entwicklungsbiologie liegt dennoch heutzutage die Gefahr für die Larvenstadien:
Zu frühes, zu kurzes Mähen oder  Mulchen mit Liegenlassen der Streu gefährdet die Raupen (Fäulnis/Pilze).
Wegen der Puppenruhe im Juni können sich die Wiesenfalter nur in spät gemähten Wiesen         (Mahd frühest Anfang Juli) entwickeln. Und wo gibt es die noch?
Möglich ist auch eine erfolgreiche Entwicklung in 2-Schnitt-Wiesen. Dann sollte die fast erwachsene Raupe aber den ersten Schnitt, Ende Mai überleben.

Kleine Rückzugsgebiete mit Wiesenaltgras oder ungenutzte Brachen gibt es immer weniger.
Ackerränder, Wiesenwege, Wegsäume, Straßen-, Graben- und Uferböschungen fallen heute oft dem Ordnungssinn von uns Menschen zum Opfer, werden mehrmals im Jahr gemäht. Die Streu bleibt dabei in aller Regel noch liegen.

Was können wir alle tun ?

Genau das, was oben skizziert ist unterlassen. Etwas „Unordnung“ in der Landschaft tolerieren und überall, wo gemäht wird Altgrasinselchen stehen lassen.

Brachland = Wiesenfalterland

 

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH DEM LONETAL UND ACHTAL ZUR NOMINIERUNG ALS UNESCO WELTERERBE - Juli 2017


Vogelherdhöhle im Lonetal



www.archaeopark-vogelherd.de